Brieftaubensport

Um 1800 gingen die Wettkämpfe über 30 km, heute fliegen junge Tauben, die gerade erst ein Jahr leben, mehr als 600 km. Die „Spieler“ nehmen in Kauf, dass bei manchen Auflässen fast niemand nach Hause kommt, weil das Wetter sich dreht, es einen Auflass in Gegenrichtung gibt, der die anderen quert, Tauben völlig erschöpft stranden, dem Greif nicht ausweichen können, in Stromleitungen kommen, … .

Und dann ist da der Kollege. Brieftaubenzüchter seit Jahrzehnten. Und als ich ihn ansprach, leuchteten seine Augen. Er erzählte warmherzig von seinen Tauben, die ihn ein Vermögen kosten, weil sie nur das beste bekommen. Er hat Tauben im Schlag, auf die er seine Hoffnung setzt, für Sieg. Eine Jährige wie Pinnocio letztes, also finales und somit längstes Rennen 640 km.

Seine Liebe gegen die Strapazen. Es ist so schizo für mich.

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Schwere Entscheidung

Nachdem ich Foren-Berichte las und mit einer Ehrenamtlichen gesprochen habe und dazu kommt, dass Brieftauben nie wieder fliegen dürfen, wenn sie in Tierschutz-Gewahrsam genommen werden, war es eine extrem schwere Entscheidung.  Auf der anderen Seite steht ja nichts anderes als der Tod, wenn er heimfliegt. Solange er bleibt, kann ich ihm ein anderes Heim suchen.

Ich habe ihn Freitag am Vormittag festgesetzt und ein paar Stunden später die Tür geöffnet. Es hat eine Weile gedauert, dann ist er los. Halbe Stunde später war er wieder da. Seinen Abendflug hat er normal absolviert, Samstag ist er morgens kurz nach 6 los geflogen, wie immer und kam nicht mehr. Heute hätte ich einen Platz für ihn gehabt. Im heimatlichen Schlag ist er nicht angekommen.

Vielleicht sitzt er auf einem anderen Balkon. Wahrscheinlicher ist aber, dass er tot ist.

Ist das Fliegenlassen die leichte Entscheidung gewesen? Fühlt sich nicht so an, aber fragen tue ich mich das doch. War es einfacher zu ertragen, ihm seine Freiflüge zu lassen, als einen Vogel, einen trainierten Leistungssportler, festzusetzen? Hätte ich es ertragen müssen? Hätte, hätte, hätte ich heute anders entschieden?

Nein, ich stehe zu meiner Entscheidung, aber mich kostet sie auch nicht das Leben.

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Täuber wohin geht die Reise

Mittlerweile habe ich ihn festgesetzt und eigentlich gibt es auch einen Termin, zu dem ich ihn in erfahrene Hände bringen kann. Aber ein Verein, der jährlich 3 Tsd. Tauben aufnimmt und 700 Gnadenplätze ausweist, muss völlig überlastet sein. Weiterlesen →

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Brieftaube zugeflogen


Ich mache mir Gedanken um eine Vorgehensweise. Am 15. kehrte eine polnische Brieftaube bei uns ein. Die Kontaktaufnahme zum Züchter war völlig nutzlos. Das lässt aber erahnen, welchen Stellenwert das Tier noch hat. Spätrückkehrer erhalten meist keine weitere „Chance“ ihre Leistung zu bringen, sondern werden entweder geschlachtet oder entsorgt. Weiterlesen →

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Läuft

Ich hatte einen herrlichen Lauf. Zwei Tage Nieselregen haben den Boden soweit aufgeweicht, dass ein federndes, weiches Gefühl meine Schritte beschwingt. Unten im Tal sind noch 12/13°C, oben sicher etwas weniger. Ich laufe kurz-kurz und bin zufrieden. Die Spaziergänger haben sich recht dick eingemummelt, aber für mich passt es.  Weiterlesen →

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Herbstlaufplanung

Nachdem ich nun beschlossen habe zu bemerken, dass ich mit meiner untersetzten Statur bei Bergauf-Passagen die langbeinigen, niederfrequenten Läufer einsammeln kann, könnte ich mein Training mehr darauf ausrichten. Man soll doch seine Vorteile nutzen. Ächz. Lach.

Im Ernst. Über meinen Arbeitgeber bin ich für einen Start zum HM in Köln Mitte Oktober angemeldet. Dort laufe ich mit Kollegen oder für mich allein, mal sehen, wie das mit dem Tempo passt. Nach dem Rennsteig jedoch würde ich gern weitere Läufe machen, die mich in diese Richtung fordern, schulen, trainieren. Erfahrungen sammeln, genießen, mich schinden. Da habe ich diesen Lauf gefunden: http://www.schiefergebirgslauf.de/ . Das coole an dem Lauf ist, dass er bei unseren Freunden vor der Tür vorbeigeht. Start und Ziel ist nur ein paar hundert Meter entfernt. Wir könnten in unserem Lieblingshotel am Kleeberg übernachten. Vielleicht darf sogar der Hund mitlaufen. Ich kann nirgends finden, wieviele Höhenmeter einen insgesamt erwarten, aber das Streckenprofil ist nicht langweilig. Es geht unten an der Morassina vorbei und man muss sich dann zum Ziel hochkämpfen.

 

Ich würde den Halben laufen wollen, also bis zum roten Pfeil. Der tiefste Punkt wird also zwischen Kilometer 16 und 17 erreicht, danach muss man bis ins Ziel, auf 4,2 Kilometer also, 240 hm hinauf und das mit noch einigen kurzen bergab Passagen, also ein paar von den Höhenmetern muss man auch noch mehrmals laufen. Das wird mit Sicherheit super heftig. Man erinnere auf dem Rennsteig liegen zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Punkt gerade mal 150hm und Abschnitte mit +60hm/km gibt es (laut meiner Aufzeichnung) nur einen, den vor dem Großen Dreiherrenstein, den ich gerade so noch gehend hoch kam.

Also große Frage: Traue ich mir das zu?

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Rennsteiglauf 2019

Ein so richtiger Bericht folgt noch. Erst einmal: Es war wunderschön. Es war Lebensfreude pur. Es war gigantisch, der Endorphin-Rausch begann bereits kurz nach dem Start und hält noch an. 🙂

in der GutsMuths-Halle fand die Kloßparty statt. Hinter der Halle standen die Dixis und der Start erfolgte fast neben der Halle.

 

Fanartikel: Endlich mal eine Mütze in schöner Farbe.

Auf der Kloßparty erwarb ich eine Mütze und das Stirnband. Das Stirnband habe ich mittlerweile schon getragen, als es gestern bei uns arg viel Wind mit Regen gab und ich mit Boriska über die Felder joggte. Es leistete hervorragende Dienste. Für die Mütze ist es freilich zu warm. Aber der nächste Winter kommt. Ich finde, die Farbe steht mir. O:-)

Geschlafen habe ich bei Freunden.

während des Laufes im Hochgefühl

Da ist er, der Baum, der auf dem 30er beim Wiedersehen Freude bereitete und auch hier war ich einfach nur glücklich.

Es war schöner als erträumt. Am Start meinte eine Läuferin, als ich sagte, ich wäre Ersttäterin, dass sie nun zum letzten Male den Marathon laufe und ich dann wohl ihre Ablösung sei. Na dann, ich bin für 2020 angemeldet.

Ich hoffe, dass die offiziellen Fotos mit einer Lizenz erwerbbar sind, dass ich sie zeigen darf. Dann auch mein Bericht.

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Vorfreude auf die Generalprobe

Morgen ist es soweit. Morgen werde ich den Rennsteig-Marathon laufwandern. Und ich bin aufgeregt. Ich schlafe bereits die gesamte Woche schlecht, bin hundemüde und kaputt. Das ist natürlich doof, aber zum Glück nur die Generalprobe. Nächstes Mal werde ich natürlich viiiiiel besser schlafen.

Megadoof ist auch der Wetterumschwung. Die ganze Zeit bei 2 – 5 °C traniert und dann wird Sommer erwartet. Aber vielleicht kommen wir mit zumindest 16 °C davon.

Egal, es wird schön. Ich freue mich riesig. Heute hole ich mir meine Startnummer, schaue mir die Kloßparty an und fahre dann zu Freunden. Morgen fahren sie mich zum Start. Alles wird gut.

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Apropos Motivation

Am Montag bei meinem Rennsteig 30er quälte ich mich eine ziemlich letzte extreme Steigung hinauf, als mir ein wanderndes Pärchen entgegen kam. Er ging an mir vorbei, sie betrachtete mich kurz und wünschte mir dann „guten Mut“. Ich musste sofort lächeln, dankte und seit dem halte ich mich daran fest. „GutsMuths-Rennsteiglauf“, den guten Mut brauche ich. 🙂

Nach den letzten Läufen sowieso. :rofl

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Zerstöre dich selbst oder so

Nach dem langen Lauf habe ich Dienstag und Mittwoch pausiert. Gestern kam dann nur ein bisschen was zusammen, eigentlich nichts, aber zumindest führte ich kurz mal Laufbewegungen aus und schaffte 30 Seilsprünge plus ungefähr 20, bei denen ich exakt auf dem Seil landete. :rofl

Streckenprofil

Heute fuhr ich mit der Zerstörung meines läuferischen Selbstbewusstseins fort und lief mit dem Köter eine kleine Runde vom Rondell in Oberhof über den Großen Bärenstein zur Suhler Ausspanne und auf dem Rennsteig dann zurück zum Rondell. Weiterlesen →

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