Auf dem Weg – Woche 1

Diese Woche bin ich mehr als die Hälfte meiner bisherigen Jahreskilometer gelaufen. Es fühlt sich gut an. „Es“ lächelt mich an. Und prompt frage ich mich, warum tut es das? Lächeln, meine ich.

Diese Woche lief ich einmal abends flott zur Wiese und zurück. Auf der Wiese kurze Verschnaufpause und Gras für Schweins schneiden, dann wieder los. Mega anstrengend fand ich, obwohl es mickrige 2,6 km waren.

Freitag dann mit der U-Bahn zum Start, ein Stück an der Nidda laufen, am Ziel in die U-Bahn rein und heim. Da habe ich aber Nachbesserungsbedarf. Das war jetzt das zweite Mal und trotz sommerlicher Hitze fror ich wieder an der Haltestelle. Der Lauf selbst war sehr zäh. Die Beine fühlten sich schwer und die vielen Gerüche unterwegs waren nicht so toll. Dort blüht alles und es sind sehr viele Menschen unterwegs. Ich habe meinen Streckenabschnitt nun verlegt. Die bisherige Zielhaltestelle wird jetzt Start und dann laufe ich direkt bis nach Hause. Das sind 1,5 km  und zwei fiese Steigungen mehr, aber das sollte ich bereits schaffen.

Heute dann mit den Mädels gleich morgens in den Wald. Sie gingen eine Runde Gassi, während ich diese Runde zweimal lief. Beim zweiten Mal lief ich auf sie auf und wir beendeten gemeinsam.

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Verzögerungen

Wenn du ein Ziel hast und um es zu erreichen, dich ruhig und still halten musst, nicht losstürmen, loslegen, loslaufen darfst, ist doof. 🙂

Nach dem Staffelmarathon lief es wieder nicht so recht. Obwohl ich Freude hatte, ist es zu kompliziert. Planung, der Hund soll nicht so lang allein sein. Dann die zündende Idee: Jobticket. Warum eigentlich nicht heim laufen? Streckenlängen sind variabel, wenn man in die U-Bahn einsteigen kann, also für den Einstieg absolut tauglich.  Gedacht, getan und prompt auf die Grippewelle aufgesprungen. Genau einmal bin ich seitdem ein Stück heim gelaufen. Vom Husten habe ich Rippenschmerzen und die halten sich. Als sie kurz weg waren, ein Läufchen und da waren sie wieder. Also warten. Auskurieren. Träumen.

Na nicht ganz. Das Therapieband ist nun häufig in Nutzung. Rumpfstabi kann ich gut machen, Gleichgewicht, Fußgymnastik. Ich glaube, es wird.

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Hunde gehören nicht ins Bett

Jedes Kind weiß das. Also haben wir es mit Couch probiert:

nein, entspannt beim Morgenkaffee dabei

Aber sieht das etwa bequem aus?

Also nächster Versuch Standard-Hundebett:

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Fürs Rudel deutlich zu klein.

Was nun? Ganz einfach: Das Hundebett muss nur groß genug sein. 1,80 x 2,00 Meter, dann passen die Frauchens auch noch rein.

Sehr praktisch auch die Wechselbezüge, die sich gut waschen lassen.  Auch die Kissen und Kuscheldecken passen gut in die Maschine. Absolut pflegeleicht.

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Guckloch

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Schritt für Schritt zur Herzwurmfreiheit

Das ist, was das Laufen einen lehrt. Schritt für Schritt kommt man vom Start zum Ziel.

Nächste Woche geht es mit Boriska in die heiße Phase. Bisher haben wir uns um die Mikrofilarien gekümmert. Sie bekommt seit 2 Monaten Advocate und hat 30 Tage Doxycyclin schlucken müssen, um die Wolbachien zu töten, die den Herzwürmern die Vermehrung ermöglichen, also neue Mikrofilarien bilden. Am Dienstag gibt es die erste Melarsomin-Injektion. Wir sind ganz schön angespannt und versuchen das vor uns selbst und somit vor dem Hund zu verbergen.

Daher war ich heute mal wieder Schritt für Schritt unterwegs. Und es war herrlich. Das erste Mal seit wir Hund haben. Wir sind ja mittlerweile fast  täglich 10 km mit Hund unterwegs, morgens und abends lange Runde, mittags und ggf. zur Nacht noch einmal kurz. Das haben die Muskeln am Anfang nicht so spaßig gefunden, obwohl wir bis heute gesteigert haben, Boriska ist am Anfang auch nicht so weit gelaufen. Aber unsere Körper haben sich daran gewöhnt. Und Laufen ist ja noch etwas anderes als mit Hund gehen.
Nach 20 Minuten Laufen wollte ich heute 5 Minuten Gehpause einlegen, aber irgendwie habe ich mich nach etwa 2 Minuten bereits wieder laufend vorgefunden. Unbewusst war ich gestartet, was mich sehr freute, normal muss ich mich überzeugen, wieder loszulaufen.
Auf den letzten Metern habe ich mich für eine Beschleunigung entschieden, etwas Tempo fühlen und versucht mein früheres Renntempo zu erreichen. So ganz wird es das nicht gewesen sein, aber es fühlte sich viel besser an, als dieses langsame Geschlappe. Da hilft nur trainieren und zwar erst mal laaaangsam.

Wenn Boriska Dienstag in der Klinik ist, werde ich zum Feierabend laufen gehen. Das ist vermutlich ein guter Plan gegen die Sorgen. Eine schöne Verbindung von Hund und Sport. Ich hoffe immer noch, dass wir eines Tages zusammen Laufen gehen. Nun Dienstag geht sie in die Röhre, dann wissen wir hoffentlich mehr über den Zustand ihrer Lunge.

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Herzwürmer

Da ist eine Plage oder viele Plagen. Und da sind Tierhilfsorganisationen. Als wir auf der Suche nach unserem Hund waren, sahen wir uns einige Seiten, Organisationen an. Alle verlangten je Hund eine Schutzgebühr für Papiere, Chip, Impfung und den Test auf die sogenannten Mittelmeer-Erkrankungen. Fündig wurden wir aber dann bei einer Organisation, die letzteres wegließ. Wir fragten nach, weil wir das bei keiner anderen Organisation gesehen hatten. Es hieß, die Tiere können sich bis zum letzten Tag anstecken, deswegen wäre so ein Test nicht aussagekräftig. Aber wenn wir wollen, dann würde er vor Ort angefordert. Die Argumentation war logisch nachvollziehbar und erschien uns gescheit. Unsere Tierärztin meinte nach Ankunft von Boriska, als ich den Test machen lassen wollte, dieser wäre erst nach 2 Monaten aussagekräftig.

Jetzt hat der Verein uns quasi aufgefordert den Test zu machen, das ginge ja schon nach 2 Wochen. Ja klar, aber der Ausschluss der Mittelmeerkrankheiten funktioniert eben erst nach 2 Monaten. Wenn so früh getestet wird, dann hätte man das gleich in Ungarn und später halt nochmals hier machen sollen. Der Anlass der Aufforderung ist allerdings alles andere als harmlos. Zuviele Hunde von dort sind in letzter Zeit positiv getestet. Einer musste 4 Wochen nach Ankunft im neuen Heim eingeschläfert werden, weil die Erkrankung zu weit fortgeschritten war. Auf Nachfrage einer anderen Adoptiv-Halterin im Vereinsforum, weshalb man die Tests nicht Ungarn macht, kam dann:

  • die Labore wären nicht so zuverlässig
  • die Vermittlungschancen der kranken Tiere würden sinken
  • eine Behandlung könne vor Ort nicht geleistet werden

Bei der Salva Hundehilfe wird ein anderer Weg beschrieben. Und die Ungarn sind mit Sicherheit nicht weniger engagiert. Dass nur die Leiterin des Tierheims Medikamente wohl dosiert verabreichen kann, klingt ein wenig seltsam.

Von meiner Seite her finde ich es nicht fair. Sich der Herausforderung eines erwachsenen Tieres unbekannter Erfahrungen aus einer fremden Kultur zu stellen, ist das eine. Ein solches Tier jedoch mit einer schweren Erkrankung in die Familie aufzunehmen, erfordert andere Entscheidungen. Natürlich kann ein Tier immer krank werden, aber wenn man im Vorfeld weiß, was verlangt wird, wird man sich darauf einstellen und abschätzen, ob man das leisten kann und will.

Letztlich hat Boriska Herzwürmer, wir dachten es uns mittlerweile schon. Sie hat letzte Woche angefangen zu husten. Auch die Dichte der Mikrofilarien weist darauf hin, dass sie die schon seit Monaten hat. Es wäre schön gewesen, wenn wir sofort hätten mit der Behandlung beginnen können.

Infos zu Herzwürmer

Und nein, die Herzwürmer hätten uns von Bori nicht fern gehalten. Wir können das leisten und wollen auch. Und zum Glück müssen wir jetzt keinem Kind erklären, was mit dem Familienhund passiert. Wir hatten vorher übrigens eine andere Hündin angefragt, deren Verein hatte uns mitgeteilt, dass sie krank ist. Die Hündin wurde uns von einer anderen Familie weggeschnappt, die am Abend unserer Anfrage ihre Vorkontrolle hatte und da bereits die Zusage erhielt. Die Erkrankung hatte auch dort keine abschreckende Wirkung.

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Innere Freiheit

(Innere) Freiheit. Eine ganze Philosophie oder ein Spaziergang durch einen besonderen Raum?

Ich ging mit dem Pudel am Feldrand und sah den wolkenverhangenen Taunus. Grau in Grau hingen Abend und Regen gemeinsam über dem Gebirgszug ab. Davor ein paar Felder und Bäume als Wind- oder heute Wolkenbrecher. Eine Stadt. Ich fragte mich, wie ich das Sehen am besten beschreiben könnte? Mit Worten? Als Zeichnung? Mit einer Fotografie? Was wäre meine Wahl? Hier gab es nicht nur ein Bild mit hunderten Details. Es war ein Raum entstanden, ein Gefühl von einem altbekannten und geliebten Raum, den ich an diesem Abend einmal wieder betrat. Diesen müsste ich beschreiben, als ein Raunen der individuellen Freiheit oder als den Geruch im Wind.
Der Augenblick war eine Komposition. Die Luft mild und feucht vom Dauerregen des Tages, die Erde atmete nach dem Regenende durch. Die Vögel und die Autobahnen schrieben mit dem Rauschen des Windes in den Bäumen und den herabfallenden Jalousien der Einfamilienhäuser ein kleines Intermezzo in den Abend. Dazu unser Pudelchen, welches sich mal wieder an der Kreuzung nicht setzen wollte, sondern betont wegschaute, um der Bitte nicht nachkommen zu müssen. Zu all dem dieses Gefühl der Freiheit, des Allumfassenden, welches nun seit meiner Teenager-Zeit bestimmte Augenblicke wählt, um sie besonders zu machen, sie auszuzeichnen.

All das gab mir eine Art des Frei Seins mit immer derselben Reaktion:  Die Brust schwillt, ich richte mich auf, mein Gang ändert sich und ich fühle mich eine kleines bisschen pubertär, ich fühle mich zurück versetzt in den Augenblick, in mein erstes Erkunden dieses Raumes.  Damals hatte ich an meiner Seite die Musik, heute die Familie. Beide Augenblicke möchte ich weder missen noch tauschen. Sie sind ausgezeichnet.

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5. Woche und Video von den ersten 3

Ein paar Wochen haben wir. Meine Muskeln haben sich noch nicht gewöhnt, allerdings erhole ich mich auch dann nicht, wenn T. mit Boriska unterwegs ist und ich dem Abhängen fröne. Alt geworden bin. *rofl*

Boriska’s erste 3 Wochen im Bild.

Woche 5 war nicht so nett. Am letzten Tag der Woche 4 fraß sie im Wald einen Keks, so klang es zumindest. Wir waren zu spät. Abends wirkte sie etwas gedrückt, morgens ging es dann mit Durchfall und Erbrechen des Frühstücks los. Hühnchen und Reis – Sonntag war es hinten raus wieder formschön. Wir fuhren zum Grillen mit Familie. Vielleicht war das zu aufregend oder sie wurde zuviel von Beagle Merlin mit Abfällen vom Kompost gefüttert? Boriska war an einer 10m Kordel-Leine und konnte selbst den Komposthaufen nicht durchstöbern. Was aber Merlin gerne tat und seine Beute auf die Terasse zur Familie brachte. Auf dem Steinboden hab ich leider oft zu spät gesehen, was Bori nun schon wieder in der Schnüss hatte. Wir haben sehr viele Tauschgeschäfte (Kompost gegen Hundekeks) durchgeführt. Sie hat ihren Namen Wombel (von den Wombles) redlich verdient. Jedenfalls um 3 Uhr in der Nacht zum Montag weckte sie uns, Durchfall. Wieder Hühnchen und Reis, aber diesmal ohne Erfolg, also Durchfalltabletten. Nur die scheint sie nicht zu vertragen. Erst als wir sie wegließen und phyto-homöopathisch behandelten, war plötzlich wieder gut. Wurde auch höchste Zeit, sonst hätte die Tierärztin ran gemusst. Das brauchten wir dann aber nicht, denn am Donnerstag hatten wir plötzlich einen total fitten, fröhlich springenden Wombel an der Leine, der natürlich auch schon wieder Müll vom Wegesrand verwerten wollte. Zum Glück reagiert sie gut auf Nein.

Als sie wieder fit war,  hat sie uns diese Woche gezeigt, wie sie spielt. Erfreulich. Allerdings nach etwa 30s … merkte ich, dass mein Masse-Muskel-Verhältnis dem ihren völlig unterlegen ist. 🙂 Man muss nämlich mit ihr rennen, nein, rennen reicht nicht, man muss mit ihr sprinten. Dabei springt sie vor einem fröhlich her. Bremst man atemlos ab, legt sie sich flach auf den Boden und robbt noch etwas heran und dann ist klar, du musst neu durchstarten. Die Zunge hängt am Boden, der Puls ist der Raserei nahe – ihr Spiel. Gegen atemlose 2Beins helfen Bälle, Frisbees etc. pp. Wegen mangelndem Interesse an Bällen haben wir ihr einen Snackball geschenkt und mit dem hat sie sich auch schon gut beschäftigt.

In dieser fünften Woche lernte sie auch die Schnüffelkiste kennen und bekam wegen überschäumender Fröhlichkeit eine  Schleppleine fürs Gassi-Gehen. Und weil sie ein Schnüffelhund ist und ihre Schnute überall reinsteckt, haben wir zum Thema ein kleines Video gemacht.

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Boriskas bezaubenders Lächeln

Boriska_Lacht

Foto von Carlotta

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Zweite Eindrücke

Wir sind noch immer total positiv überrascht von unserer kleinen Pudelin. Die Kotprobe war zwar nicht schön, die Maus hat Giardien, aber das sind durchaus behandelbare Parasiten. Ob wir Ostern allerdings wie geplant fahren können, da muss ich nachfragen. Schließlich sind Giardien für Hund und Katze ansteckend. Des Bruders Hund und des Gastgebers Kater wären sicherlich nicht begeistert. Obwohl, wenn es dann Tabletten in leckeren Leberwurstbällchen gibt, … .

Couchpotato, so geht fernsehen

Couchpotato, so geht fernsehen

Nein, sie trägt keine Windel. 🙂 Boriskas Kastrationsnarbe war entzündet, und das Shirt hindert sie am Lecken. Am Kampfkuscheln natürlich nicht.

wohlige Wiesenspaziergänge

wohlige Wiesenspaziergänge

Das sollte eigentlich ein Video werden. Mein Händi behauptete, ein Video aufzunehmen, aber als ich abspielen wollte, hieß es, es hätte ein Problem damit und zeigte mir nur ein Foto. Schade.

morgendliches Erwachen

morgendliches Erwachen

Wenn wir morgens aufwachen, liegt unser Kuschelraubtier schon bereit.

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